Subdivision (2014)

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Subdivision ist ein einfaches Strategiespiel von Lucas Hedgren. Optisch erinnert es sehr an das Städteplanspiel „Suburbia“ und es spielt auch  im gleichen Universum. Grund hierfür ist auch die Zusammenarbeit mit Ted Alspach, dem Entwickler von „Suburbia“. Wer allerdings „Suburbia 2“ erwartet hat, wird die Komplexität und die tiefergehende Strategie vermissen. Aber gerade das macht das Spiel aus: Obwohl oder vielleicht gerade weil es einfacher ist, taucht man schnell in die Welt seiner eigenen Stadt ein.

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Um was geht es im Spiel?

Stück für Stück entsteht durch das Anlegen von sechseckigen Plättchen die eigens geplante Vorstadt auf dem eigenen Spielfeld. Der Spatenstich erfolgt durch das Setzen des ersten Zonen-Plättchens. Da man im Laufe des Spiels die meisten Felder abdeckt, sollte man sich nicht von den Minuspunkten abschrecken lassen. Hier zwei Beispiel:

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Das nächste Zonen-Plättchen kann angrenzende Zonen-Plättchen aktiviert, die wiederum Weiterentwicklungen (= Improvements) und Gehwege (= Sidewalks) ins Spiel bringen, die ihrerseits Geld oder Punkte bringen (können). Wichtig ist dabei, dass nur Zonen-Plättchen (Einkaufszentren, Industrie, Wohngebiete, Bürgerämter und Luxusgegenden – in der 1. Reihe) eigenständig auf dem Spielplan positioniert werden, während Weiterentwicklungs-Plättchen (in der 2. Reihe) immer durch Aktionen auf den Zonen-Plättchen ins Spiel kommen.

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Und da ein Sechseckplättchen nun mal neben sechs Ecken auch sechs Kanten hat, können auch mehrere Aktionen beim Anlegen losgetreten werden. Aber es besteht kein Zwang: Wenn es einem gerade nicht passt, muss man nicht anliegend bauen oder Aktionen ausführen.

Grenzen der Vorstadtplanung

Und jetzt kommen wir zu den Spielmechanismen, die dem Stadtplaner  das Leben schwer machen:

  1. Die Zonen-Plättchen werden über ein Drafting-System ausgesucht – bekannt zum Beispiel durch das Spiel „Seven Wonders“. Man hat also nicht unbedingt das zur Verfügung, was gerade gebraucht wird.
  2. Mit einem Würfel wird ermittelt, wo man kostenlos bauen kann. Will man sein Zonen-Plättchen aber unbedingt auf ein anderes Symbol setzen, muss man 2 $ zahlen. Einen Vorteil gibt es dabei aber: Man muss sich erst nach dem Würfeln für ein Plättchen entscheiden und kann seine Strategie noch rechtzeitig umändern.

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Das heißt so lange die richtigen Plättchen kommen und das Geld nicht ausgeht, hat man keine Probleme. Aber das kann schneller passieren als man denkt. Das Startkapitel beträgt lediglich 2 $ (wer soll denn damit eine Stadt bauen?!). Wenn gar nichts mehr geht, gibt es die Möglichkeit sein Plättchen nicht zu bauen und es gegen 2 $ einzutauschen.

Zonen-Plättchen und der Spielablauf

Nach dem Würfeln und der Entscheidung für die Zonen-Plättchen, werden diese von allen Mitspielern direkt gesetzt und die Aktionen auf den angrenzenden Zonen-Plättchen werden sofort ausgeführt. Erst dann werden die verbliebenen Zonen-Plättchen fürs Drafting im Gegen- bzw. Uhrzeigersinn (je nach Runde)  weitergegeben und das Spielchen beginnt von vorne. Insgesamt gibt es 4 Runden, in denen jeweils 4 Zonen-Plättchen ausgesucht werden (also insgesamt 16 Zone-Plättchen). Da jede Runde mit 5 Plättchen beginnt, kommt am Ende jeder Runde eins weg.

Weiterentwicklungs-Plättchen, Gehsteige und Siegpunkte

Für, die die es ganz genau wissen wollen, kommt nun eine detailliertere Beschreibung der Weiterentwicklungs-Plättchen und der Bürgersteige, bei der auch gleich die Siegpunkte beschrieben werden. Alle anderen können eins weiter scrollen.

  • Seen (durch Luxusgegenden) bringen 1 $ für jedes angrenzende Nicht-See-Plättchen
  • Parks (durch Bürgerämter) bringen 1 SP für jedes am Ende anliegende Nicht-Park-Plättchen
  • Schulen (durch Wohngebiete) bringen 8 SP, wenn 3 Schulplättchen aufeinander gestapelt wurden (nur diese Plättchen werden gestapelt)
  • Straßen (durch Industrie) sorgen dafür, dass die Menschen aus den Zonen zum Highway kommen – und das ist auch das, worauf man am meisten achten muss! Denn jedes Zonen-Plättchen, das direkt oder indirekt über freie Flächen oder Straßen an den Highway angrenzt, bringt am Ende 5 SP. (Das können bis zu 80 Punkte sein: 4 Runden mit je 4 Zone-Plättchen ergeben 16 Zone-Plättchen und das Mal 5 SP). Im Vergleich zu freien Flächen haben Highways dabei den Vorteil, dass die Minuspunkte abgedeckt werden. (Alle am Ende noch sichtbaren Minuspunkte werden abgezogen).
  • Gehweg (je 3 Holzstückchen durch Einkaufszentren) verbindet Zonen mit Weiterentwicklungen. Jede Art von Zone (max. 5), die an den Gehweg angrenzt, multipliziert mit jeder Art von Weiterentwicklung (max. 4), der an den Gehweg grenzt, ergibt die Anzahl der Siegpunkte. Das sind also höchstens 5 x 4= 20 SP, da nur der beste Gehweg gewertet wird. Der Gehweg kann dabei durch Verlängerung weit über die ersten drei Stöckchen groß werden.

Zielvorgaben und Grundplan

Noch eine Besonderheit, die dem Ganzen mehr Anreiz gibt: Aus einem Pool von 25 Zielen werden drei Ziele gezogen, die offen auf die Zone-Plättchen der 2., 3. und 4. Runde gelegt werden. Bevor die Runden beginnen, wird die jeweilige Zielbedingung überprüft. Als Belohnung gibt es Geld oder die wiederholte Aktivierung eines schon gesetzten Zonen-Plättchen ohne Anlegen. Zudem variiert die Verfügbarkeit von zwei Ausgangs-Grundstücken das Spiel weiter (Highway mittig oder außen) und es gibt auch verschiedene Ausgangsszenarien. die für noch mehr Spielspaß sorgen. Zum Beispiel „Central Park“ oder „Flussgebiet“. Schön ist übrigens auch, dass erst am Ende gewertet wird. So  geht man voll und ganz in der Rolle des Stadtplaners auf ohne ständig Punkte nachzurechnen und aufzuschreiben. Übrigens sind über 100 Punkte ein gutes Ergebnis.

Bewertung

Das Spiel macht Spaß, trotz Würfelglück versucht man, so viele Punkte wie möglich zu ergattern. Dadurch, dass man aber sehr auf sein eigenes Spielfeld konzentriert ist und bis auf das Drafting keine Interaktion mit den anderen Spielern stattfindet, schaut man selten „über die eigene Stadtgrenze“ hinaus. Das ist auch der Grund, warum man das Spiel gut alleine spielen kann (mit etwas anderem Drafting-System). Kritisieren könnte man auch die etwas komplex aufbereiten Park- und Seen-Plättchen, da hier alle Plättchen abgebildet werden, die Geld oder Punkte einbringen. Hier hätte man einfach darauf hinzuweisen können, dass eben beim Park der Park und beim See der See nichts bringen. Das liegt aber eventuell an Suburbia, das auch dieser Darstellungs-Logik folgt. Oder es ist schon ein Add-On geplant, dass diese Art der Beschreibung benötigt. Insgesamt ist das Design aber recht gradlinig und stilistisch gehalten, wie auch schon bei Suburbia. Man muss die Anleitung aber schon gelesen haben, um die Bedeutung der Icons richtig zu verstehen, wie z. B. dass man den See auch nicht angrenzend bauen kann.

Das Spiel ist trotz seiner hohen Anzahl von Materialien, die zudem sehr hochwertig sind, schnell aufgebaut: Man mischt die benötigten Zonen- Plättchen, zieht drei Ziele und legt die restlichen Plättchen etc. bereit.

Fazit

Subdivision ist ein kleines eher einfaches Strategiespiel gepaart mit ein wenig Würfelglück, das durch seine schlichte Form überzeugt: stilvoll in der visuellen Gestaltung und klar in der Offenlegung der verschiedenen Legemöglichkeiten. Gelegenheitsspieler haben von dem Spiel mehr als Vielspieler. Da sich aber auch eine gewisse Komplexität zum Ende des Spiels auftut und vieles berücksichtigt werden muss, würden wir es bei einer leichten bis mittleren Schwierigkeitsstufe einordnen. Für uns ist es ein „Super-Filler“, ein Spiel das man gut in einer halben Stunde schafft. Übrigens im Gespräch auch von Lucas Hedgren so genannt

Subdivision bekommt von Brettspielduo 7 von 10 Punkte.

 

Um zum Schluss noch ein paar Insights

Wir hatten das Glück auf der Spiel 2014 Lucas Hedgren persönlich kennen zu lernen und haben uns das Spiel von ihm erklären lassen.

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Da haben wir auch erfahren, dass  Lucas Hedgren noch nicht lange mit dem Team von Ted Alspach zusammenarbeitet. Erst nachdem er selbst Suburbia gespielt hat, stellte er die Nähe zu seiner eigenen Spielidee mit dem damaligen klangvollen Arbeitstitel „Neighboorhood Developement“ (übersetzt „Nachbarschaftsentwicklung“) fest. Er handelte sofort, präsentierte sein Spiel Ted Alspach und nun können wir Subdivision zumindest auf Englisch spielen. Wir freuen uns auf jeden Fall sehr darüber, dass die beiden so zusammengekommen sind.