Imperial Settlers (2014)

Imperial Settlers ist ein Kartenspiel des polnischen Spieleentwicklers Ignacy Trzewiczek. Ignacy hat zuletzt mit dem Co-Op Spiel „Robinson Crusoe“ auf sich aufmerksam gemacht, eingefleischte Computerspieler freuen sich schon auf „The Witcher Adventure Game“.

Das Spielmaterial besteht aus 220 Karten, Holzspielsteinen für die 4 Grundressourcen (Holz, Stein, Nahrung, Arbeiter) und dazu noch zahlreichen Kartonplättchen für Angriffs- und Verteidigungsmarker, Gold und sonstige Spielmechaniken.

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Spielbeschreibung

Bei Imperial Settlers versucht man mit einer von vier Fraktionen, den Römern, Barbaren, Japanern oder Ägyptern, die erfolgreichste Zivilisation aufzubauen. Der Erfolg wird dabei anhand von Siegpunkten gemessen, die man durch das Errichten von Gebäuden, durch Karteneffekte oder als Belohnung für einen Handel erlangen kann.

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Für jedes Volk gibt es ein 30 Karten umfassendes Spezialdeck, ein zweites Deck mit allgemeinen Zivilisationskarten steht allen Spielern zur Verfügung. Jede Karte hat bis zu zwei Funktionen, diese unterscheiden sich aber, je nachdem ob es eine völkerspezifische oder allgemeine Karte ist. Grundsätzlich repräsentiert jede Karte ein Gebäude, dass man im Tausch gegen Ressourcen vor sich ablegen kann. Zusätzlich können völkerspezifische Karten als Handelskarte abgelegt werden, sie produziert dann jede Runde eine Ressource. Allgemeine Karten können abgeschmissen werden, um einmalig eine, manchmal auch mehrere Ressourcen, einzubringen.

Als Gebäude ins Spiel gebrachte Karten lassen sich ihrerseits in drei Unterkategorien einordnen:

  • Produktionsgebäude produzieren, das erste mal direkt nach dem Ausspielen, danach zu Beginn jeder Runde, Ressourcen.
  • Eigenschaftsgebäude bieten dauerhafte Effekte, z.B. Siegpunkte für das Ausspielen bestimmter Karten.
  • Auf Aktionsgebäude können z. B. eigene Arbeiter gestellt werden, um Ressourcen zu erzeugen oder Siegpunkte zu generieren.

Das Spiel selbst läuft über fünf Runden zu je vier Phasen.

  • In Phase 1 erhält man je eine Karte seiner eigenen Kultur und 2 allgemeine Karten.
  • In Phase 2 werden Ressourcen produziert.
  • In Phase 3 können abwechselnd Aktionen durchgeführt werden. Es können Gebäude errichtet, Handel abgeschlossen, gegnerische Gebäude überfallen (zerstört) und die Aktionsmöglichkeiten der Karten genutzt werden. Außerdem können zwei eigene Arbeiter gegen neue Karten oder Ressourcen eingetauscht werden.
  • In Phase 4 werden überschüssige Ressourcen abgeworfen. (Karten bleiben auf der Hand, jede Kultur hat eine Ressource, die sie ansparen kann).

Nach 5 Runden gewinnt der Spieler mit den meisten Siegpunkten.

Bewertung

Imperial Settlers ist ein wunderschön illustriertes Kartenspiel, dessen Design gewollt an die alten Siedler-Computerspiele erinnern soll. Und das ist dem jungen Grafikdesigner Rafał Szyma wirklich wunderbar gelungen.

Die kleinen knubbeligen Figuren bevölkern die vor dem Spieler entstehende Welt, in der jede Runde mehr Nahrung, Steine und Holz produziert werden. Muss man sich in der ersten Runde noch mit wenigen Holzmarkern zufrieden geben, schwimmt man in späteren Runden schon fast im Geld. Die Aktionen einer Karte ermöglichen die Nutzung der nächsten und es kommt zu erstaunlichen Kettenreaktionen. Und wenn man nicht aufpasst, gehen einem die Handkarten noch vor den Ressourcen aus.

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Die Mischung aus völkerspezifischen und allgemeinen Karten vermittelt tatsächlich eine Fortentwicklung aller Kulturen bei zunehmend individuellerem Spielgefühl der einzelnen Fraktionen. Kein Volk spielt sich wie das andere, die Taktiken unterscheiden sich deutlich.

Die Bauwerke der einzelnen Völker passen thematisch wie die Faust aufs Auge. Die Barbaren erhalten im Kampfring Angriffsmarker für Arbeiter, auf einer Expedition lassen sich diese Angriffsmarker in Siegpunkte umwandeln. Die Japaner gucken sich in Buddhas Tempel zwei Karten an und suchen sich eine davon aus. Der Katanaschmied stellt Waffen her, Reisfeldern produzieren Nahrung. Ägypter bauen Pyramiden, im Basar lässt sich Nahrung für Gold eintauschen. Rom sendet Legionen und Baut man einen Kolossuss, können aus Steinen Siegpunkte entstehen.

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Das Spiel ist schnell aufgebaut, die Anleitung klar strukturiert. Fragen kommen keine auf. Nach zwei Wochen Spielpause kann man sich die Zusammenfassung der Anleitung durchlesen und sofort wieder loslegen.

Imperial Settlers spielt sich flüssig, man hat viele Entscheidungen zu treffen und im Vergleich zum niedlichen Design wartet hier ein Spiel mit sehr angenehm taktischem Tiefgang. Die Spiele enden häufig erstaunlich knapp. Die unterschiedliche Spielweise der einzelnen Völker kann den Anschein erwecken, man liegt weit zurück, nur um dann doch zu merken, dass die Römer in den letzten Zügen alles nochmal rausholen können.

Das Spielmaterial lässt keine Wünsche offen, eine kleine Referenzkarte für jeden Spieler hätte aber sicherlich nicht geschadet. Dafür entschädigen aber Details wie zweiseitige Spielertableaus, jeweils mit einem weiblichen und männlichen Vertreter seiner Kultur. Alles ist optisch sehr ansprechend.

Das Spiel lässt sich zu zweit wunderbar spielen, wir denken sogar, dass es so am meisten Spaß macht. Hat man die Gelegenheit ein gegnerisches Gebäude zu zerstören, muss man schon bei zwei Spielern des Öfteren untersuchen, was für Gebäude der Gegner nutzt. Es liegen einfach zu viele Karten auf dem Tisch, um dauerhaft den Überblick zu behalten.

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Das Spiel verfügt über einen Einzelspielermodus mit eigens dafür reservierten Karten, diesen haben wir jedoch noch nicht getestet.

Fazit

Imperial Settlers macht auf den ersten Blick den Eindruck, ein niedliches kleines Zivilisationsspiel zu sein. In Wirklichkeit ist es ein astreiner Enginebuilder mit zahlreichen taktischen Möglichkeiten und hohem Wiederspielreiz.

Ein wenig schade finden wir, dass schon auf der in Essen verkauften englischen Version für die erste Expansion geworben wird.

Wir glauben, dass dieses Spiel sowohl Gelegenheitsspieler (mit etwas Mühe), als auch Vielspieler begeistern kann.

Imperial Settlers bekommt von uns 8 von 10 Punkten.

Geschrieben von Sebastian.

Subdivision (2014)

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Subdivision ist ein einfaches Strategiespiel von Lucas Hedgren. Optisch erinnert es sehr an das Städteplanspiel „Suburbia“ und es spielt auch  im gleichen Universum. Grund hierfür ist auch die Zusammenarbeit mit Ted Alspach, dem Entwickler von „Suburbia“. Wer allerdings „Suburbia 2“ erwartet hat, wird die Komplexität und die tiefergehende Strategie vermissen. Aber gerade das macht das Spiel aus: Obwohl oder vielleicht gerade weil es einfacher ist, taucht man schnell in die Welt seiner eigenen Stadt ein.

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Um was geht es im Spiel?

Stück für Stück entsteht durch das Anlegen von sechseckigen Plättchen die eigens geplante Vorstadt auf dem eigenen Spielfeld. Der Spatenstich erfolgt durch das Setzen des ersten Zonen-Plättchens. Da man im Laufe des Spiels die meisten Felder abdeckt, sollte man sich nicht von den Minuspunkten abschrecken lassen. Hier zwei Beispiel:

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Das nächste Zonen-Plättchen kann angrenzende Zonen-Plättchen aktiviert, die wiederum Weiterentwicklungen (= Improvements) und Gehwege (= Sidewalks) ins Spiel bringen, die ihrerseits Geld oder Punkte bringen (können). Wichtig ist dabei, dass nur Zonen-Plättchen (Einkaufszentren, Industrie, Wohngebiete, Bürgerämter und Luxusgegenden – in der 1. Reihe) eigenständig auf dem Spielplan positioniert werden, während Weiterentwicklungs-Plättchen (in der 2. Reihe) immer durch Aktionen auf den Zonen-Plättchen ins Spiel kommen.

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Und da ein Sechseckplättchen nun mal neben sechs Ecken auch sechs Kanten hat, können auch mehrere Aktionen beim Anlegen losgetreten werden. Aber es besteht kein Zwang: Wenn es einem gerade nicht passt, muss man nicht anliegend bauen oder Aktionen ausführen.

Grenzen der Vorstadtplanung

Und jetzt kommen wir zu den Spielmechanismen, die dem Stadtplaner  das Leben schwer machen:

  1. Die Zonen-Plättchen werden über ein Drafting-System ausgesucht – bekannt zum Beispiel durch das Spiel „Seven Wonders“. Man hat also nicht unbedingt das zur Verfügung, was gerade gebraucht wird.
  2. Mit einem Würfel wird ermittelt, wo man kostenlos bauen kann. Will man sein Zonen-Plättchen aber unbedingt auf ein anderes Symbol setzen, muss man 2 $ zahlen. Einen Vorteil gibt es dabei aber: Man muss sich erst nach dem Würfeln für ein Plättchen entscheiden und kann seine Strategie noch rechtzeitig umändern.

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Das heißt so lange die richtigen Plättchen kommen und das Geld nicht ausgeht, hat man keine Probleme. Aber das kann schneller passieren als man denkt. Das Startkapitel beträgt lediglich 2 $ (wer soll denn damit eine Stadt bauen?!). Wenn gar nichts mehr geht, gibt es die Möglichkeit sein Plättchen nicht zu bauen und es gegen 2 $ einzutauschen.

Zonen-Plättchen und der Spielablauf

Nach dem Würfeln und der Entscheidung für die Zonen-Plättchen, werden diese von allen Mitspielern direkt gesetzt und die Aktionen auf den angrenzenden Zonen-Plättchen werden sofort ausgeführt. Erst dann werden die verbliebenen Zonen-Plättchen fürs Drafting im Gegen- bzw. Uhrzeigersinn (je nach Runde)  weitergegeben und das Spielchen beginnt von vorne. Insgesamt gibt es 4 Runden, in denen jeweils 4 Zonen-Plättchen ausgesucht werden (also insgesamt 16 Zone-Plättchen). Da jede Runde mit 5 Plättchen beginnt, kommt am Ende jeder Runde eins weg.

Weiterentwicklungs-Plättchen, Gehsteige und Siegpunkte

Für, die die es ganz genau wissen wollen, kommt nun eine detailliertere Beschreibung der Weiterentwicklungs-Plättchen und der Bürgersteige, bei der auch gleich die Siegpunkte beschrieben werden. Alle anderen können eins weiter scrollen.

  • Seen (durch Luxusgegenden) bringen 1 $ für jedes angrenzende Nicht-See-Plättchen
  • Parks (durch Bürgerämter) bringen 1 SP für jedes am Ende anliegende Nicht-Park-Plättchen
  • Schulen (durch Wohngebiete) bringen 8 SP, wenn 3 Schulplättchen aufeinander gestapelt wurden (nur diese Plättchen werden gestapelt)
  • Straßen (durch Industrie) sorgen dafür, dass die Menschen aus den Zonen zum Highway kommen – und das ist auch das, worauf man am meisten achten muss! Denn jedes Zonen-Plättchen, das direkt oder indirekt über freie Flächen oder Straßen an den Highway angrenzt, bringt am Ende 5 SP. (Das können bis zu 80 Punkte sein: 4 Runden mit je 4 Zone-Plättchen ergeben 16 Zone-Plättchen und das Mal 5 SP). Im Vergleich zu freien Flächen haben Highways dabei den Vorteil, dass die Minuspunkte abgedeckt werden. (Alle am Ende noch sichtbaren Minuspunkte werden abgezogen).
  • Gehweg (je 3 Holzstückchen durch Einkaufszentren) verbindet Zonen mit Weiterentwicklungen. Jede Art von Zone (max. 5), die an den Gehweg angrenzt, multipliziert mit jeder Art von Weiterentwicklung (max. 4), der an den Gehweg grenzt, ergibt die Anzahl der Siegpunkte. Das sind also höchstens 5 x 4= 20 SP, da nur der beste Gehweg gewertet wird. Der Gehweg kann dabei durch Verlängerung weit über die ersten drei Stöckchen groß werden.

Zielvorgaben und Grundplan

Noch eine Besonderheit, die dem Ganzen mehr Anreiz gibt: Aus einem Pool von 25 Zielen werden drei Ziele gezogen, die offen auf die Zone-Plättchen der 2., 3. und 4. Runde gelegt werden. Bevor die Runden beginnen, wird die jeweilige Zielbedingung überprüft. Als Belohnung gibt es Geld oder die wiederholte Aktivierung eines schon gesetzten Zonen-Plättchen ohne Anlegen. Zudem variiert die Verfügbarkeit von zwei Ausgangs-Grundstücken das Spiel weiter (Highway mittig oder außen) und es gibt auch verschiedene Ausgangsszenarien. die für noch mehr Spielspaß sorgen. Zum Beispiel „Central Park“ oder „Flussgebiet“. Schön ist übrigens auch, dass erst am Ende gewertet wird. So  geht man voll und ganz in der Rolle des Stadtplaners auf ohne ständig Punkte nachzurechnen und aufzuschreiben. Übrigens sind über 100 Punkte ein gutes Ergebnis.

Bewertung

Das Spiel macht Spaß, trotz Würfelglück versucht man, so viele Punkte wie möglich zu ergattern. Dadurch, dass man aber sehr auf sein eigenes Spielfeld konzentriert ist und bis auf das Drafting keine Interaktion mit den anderen Spielern stattfindet, schaut man selten „über die eigene Stadtgrenze“ hinaus. Das ist auch der Grund, warum man das Spiel gut alleine spielen kann (mit etwas anderem Drafting-System). Kritisieren könnte man auch die etwas komplex aufbereiten Park- und Seen-Plättchen, da hier alle Plättchen abgebildet werden, die Geld oder Punkte einbringen. Hier hätte man einfach darauf hinzuweisen können, dass eben beim Park der Park und beim See der See nichts bringen. Das liegt aber eventuell an Suburbia, das auch dieser Darstellungs-Logik folgt. Oder es ist schon ein Add-On geplant, dass diese Art der Beschreibung benötigt. Insgesamt ist das Design aber recht gradlinig und stilistisch gehalten, wie auch schon bei Suburbia. Man muss die Anleitung aber schon gelesen haben, um die Bedeutung der Icons richtig zu verstehen, wie z. B. dass man den See auch nicht angrenzend bauen kann.

Das Spiel ist trotz seiner hohen Anzahl von Materialien, die zudem sehr hochwertig sind, schnell aufgebaut: Man mischt die benötigten Zonen- Plättchen, zieht drei Ziele und legt die restlichen Plättchen etc. bereit.

Fazit

Subdivision ist ein kleines eher einfaches Strategiespiel gepaart mit ein wenig Würfelglück, das durch seine schlichte Form überzeugt: stilvoll in der visuellen Gestaltung und klar in der Offenlegung der verschiedenen Legemöglichkeiten. Gelegenheitsspieler haben von dem Spiel mehr als Vielspieler. Da sich aber auch eine gewisse Komplexität zum Ende des Spiels auftut und vieles berücksichtigt werden muss, würden wir es bei einer leichten bis mittleren Schwierigkeitsstufe einordnen. Für uns ist es ein „Super-Filler“, ein Spiel das man gut in einer halben Stunde schafft. Übrigens im Gespräch auch von Lucas Hedgren so genannt

Subdivision bekommt von Brettspielduo 7 von 10 Punkte.

 

Um zum Schluss noch ein paar Insights

Wir hatten das Glück auf der Spiel 2014 Lucas Hedgren persönlich kennen zu lernen und haben uns das Spiel von ihm erklären lassen.

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Da haben wir auch erfahren, dass  Lucas Hedgren noch nicht lange mit dem Team von Ted Alspach zusammenarbeitet. Erst nachdem er selbst Suburbia gespielt hat, stellte er die Nähe zu seiner eigenen Spielidee mit dem damaligen klangvollen Arbeitstitel „Neighboorhood Developement“ (übersetzt „Nachbarschaftsentwicklung“) fest. Er handelte sofort, präsentierte sein Spiel Ted Alspach und nun können wir Subdivision zumindest auf Englisch spielen. Wir freuen uns auf jeden Fall sehr darüber, dass die beiden so zusammengekommen sind.

Spiel 2014 in Essen

Die Spiel 2014 in Essen, eine der wichtigsten Brettspielmessen der Welt, hat heute begonnen und im Folgenden wollen wir euch zeigen, was auf unserer Watchliste steht. Was wollen wir sehen, was wollen wir testen und was wollen wir auf jeden Fall kaufen.

Wir haben schon vor einiger Zeit damit begonnen, interessante Spiele auszusuchen. Diese Liste haben wir dann überschläglich den Kategorien kaufen, spielen, gucken, „wenn noch Zeit ist“ zugeteilt. Danach haben wir eine Art Prioritätenrangliste erstellt. Die Top 10 dieser Liste stellen wir euch hier kurz vor. Am Ende gibt’s die komplette Liste mit allen wichtigen Zusatzinfos.

  1. Ancient Terrible Things (ATT)

1.

ATT ist ein „pulp horror adventure“ für 2 bis 4 Personen. Es wird gewürfelt um Gefahren zu bestehen und dabei versucht, Ressourcen zu sammeln. Gewürfelt werden nicht wie bei anderen Kniffel-Varianten nur die schlechten Würfel, sondern alle. Da heißt es alles oder nichts. Gegenstände und Fähigkeiten helfen einem, Punktekarten bringen den Sieg.

Indiana Jones Atmosphäre auf monsterbelasteter Dschungeltour. Genau Sebastian’s Ding. Vorbestellt.

  1. Imperial Settlers

2.

 

Hat nichts mit den Siedlern zu tun und das Imperium schlägt auch nicht zurück. Dafür gibt’s ein Kartenspiel von Ignacy Trzewiczek, Macher des tollen Co-Op Spiels Robinson Crusoe. Bei Imperial Settlers spielen wir Karten, die Gebäude darstellen und schicken unsere Arbeiter zu diesen Gebäuden, um Rohstoffe zu sammeln und neue Fertigkeiten zu besorgen. Jedes Imperium (Römer, Barbaren, Ägypter und Japaner) spielt sich dabei natürlich etwas anders.

Das wollen wir spielen.

3. Samurai Spirit

3.

Ein Co-Op Spiel von Antoine Bauza, dem Designer von 7 Wonders und Ghost Stories (Bei Co-Op Spielen spielen alle zusammen gegen das Spiel und nicht gegeneinander).

Jeder Spieler verkörpert einen Samurai, zusammen verteidigt man ein von Halunken bedrohtes Dorf. Jeder Samurai hat eine Spezialfertigkeit und wenn der Held zum ersten Mal stirbt, verwandelt er sich in eine noch stärkere Tierform. Aber wenn einem das zu früh passiert, wird es am Ende knapp. Schwere Entscheidungen in einem noch schwereren Spiel.

„Kämpfe mit Mut, helfe deinen Team-Kammeraden und beschütze die armen Dorfbewohner. Verwandle dich in ein wildes Biest und bringe Vernichtung in die Reihen deiner Gegner.Vielleicht musst du dich am Ende, im Kampf gegen den ultimativen Gegner für deine Freunde opfern.“

Samurai, Halunken und Banditen in einem Co-Op Spiel. Das wollen wir testen. Am Freitag zwischen 14 und 15 Uhr und Samstag von 11 bis 12 Uhr ist der Entwickler vor Ort.

  1. Funkenschlag Deluxe: Europa/Nordamerika

4.

Zu Funkenschlag von Friedemann Friese brauchen wir nicht viel zu sagen – es ist schon lange im Handel und gehört zu den erfolgreichsten weiterführenden Spielen. Auf der Messe gibt es nun die Deluxe-Version mit neuem, größerem Spielfeld, neuen Holzspielsteinen, neuem Geld (keine Papierscheine mehr), Übersichtskarten für unerfahrene Spieler und vieles Mehr.

Das wollen wir uns angucken!

5. Assault on Doomrock

5.

Assault on Doomrock ist ein humorvolles Co-Op Spiel, bei dem man seinen persönlichen Helden durch die Kombination zweier Karten erstellt. (Wie wäre es mit einem sadistischen Paladin oder stinkendem Krieger?). Das kennt man so schon von Spielen wie Smallworld und Smash Up.

Unsere Heldengruppe wird dann in eine zufällig erstellte Welt eintauchen, unglaubliche Gegenstände finden, verrückte Fähigkeiten erlernen und mörderische Kämpfe bestehen. Die Kämpfe werden durch Charakterpositionierung, Fähigkeitskarten und Würfel entschieden.

Ziel des Spiels ist es, die Karte zu erkunden und so stark wie möglich zu werden, um am Ende den bösen Boss zu töten.

Das wollen wir spielen.

  1. Die Schlösser des König Ludwig

6.

Wir bauen uns ein Schloss. Es stehen Teile in verschiedenen Formen (man denke an Tetris) mit verschiedenen Funktionen zur Verfügung. Der jeweilige Baumeister (reihum) gibt vor, welches Teil wie viel kostet und steckt die Kohle der anderen Spieler ein. Wenn er das Teil was er selbst will zu günstig macht, wird er es wohl nicht bekommen. Er ist nämlich als letztes dran. Es gibt öffentliche und geheime Ziele (baue die meisten Klos??); wer die meisten Punkte hat gewinnt.

Das Spiel ist von Ted Alspach, bekannt für Suburbia. Ähnlichkeiten sind nicht von der Hand zu weisen aber wer wollte nicht schon immer mal ein verrücktes Schloss bauen?

Das wollen wir kaufen.

  1. Deus

7.

Deus ist ein Zivilisationsspiel mit modularem Spielbrett und Karten als zentralem Spielelement.

Man nutzt Karten um Gebäude auf dem Spielbrett zu bauen, danach lösen die Karten Aktionen in Abhängigkeit der zuvor verwendeten Karten aus. Oder man opfert Karten an Götter und bekommt dafür deren Hilfe.Die Anzahl der geopferten Karten bestimmt dabei die „Mächtigkeit“ der Aktion.

Sieht toll aus, hört sich interessant an. Wollen wir uns angucken.

  1. Colt Express

8.

Bei Colt Express spielt man einen Banditen, der einen fahrenden Zug ausraubt. Während der Zug auch von anderen Banditen ausgeraubt wird. Ziel ist es, der reichste Outlaw zu werden.

Haben wir schon erwähnt, dass der Zug ein 3-D Modell ist?

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Um zu gewinnen spielen wir Karten. Wir bewegen uns im Zug, rennen auf dem Dach, boxen die anderen Spieler, schießen auf sie, rauben die Passagiere aus und durchsuchen deren Gepäck nach Wertgegenständen und Diamanten. Spezialfertigkeiten gibt es natürlich auch.

Das wollen wir testen.

  1. AquaSphere

9.

Das anspruchsvollere der beiden neuen Spiele von Stefan Feld (neben La Isla).

Die Spieler betreiben eine Unterwasserstation, forschen und betreuen Roboter. Den Robotern saget man, was zu tun ist, später führen sie diese Aktion aus. Da ist geschicktes Planen Pflicht. Das Spielfeld sieht fantastisch aber auch aufgrund der Komplexität einschüchternd aus.

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Das müssen wir uns ansehen.

 10. Run, Fight, or Die!

10.

Run, Fight or Die! ist ein Zombiekniffel mit Charaktereigenschaften, Items und Spielerbewegung. Die Spieler können Zombies bekämpfen, Gefolgsleute anheuern (bzw. retten), Gegenstände suchen oder die Gegend erkunden. Wer die Stadtgrenze erreicht gewinnt.

Ein Zombiespiel für zwischendurch, dass nach Aussage der Community schön gemacht und gut sein soll. Das gucken wir uns doch gerne an.

Ehrenhalber und weil es speziell für zwei Personen ist:

Arler Erde

Extra

Arler Erde ist von Uwe Rosenberg, dem Erfinder von Agricola; und so sieht es auch aus.Ein komplexes Spiel speziell für zwei Personen, das vom schweren Leben im Moor Ostfrieslands erzählt.

Zu dem Zeitpunkt, als wir an dieser Liste gearbeitet haben, hatten wir irgendwie grade keine Lust auf das Thema, ein Zweipersonenspiel, dessen Spielzeit mit zwei Stunden angegeben wird und dessen Publisher schreibt: „Ein großes Spiel für 2 Personen!“. Wahrscheinlich werden wir unsere Meinung über das Spiel noch ändern. Wahrscheinlich taucht früher oder später auch eine Review auf dieser Seite auf.

In Essen werden wir sicherlich am Feuerland-Stand vorbeischauen. Mal gucken.

Und nun, zu guter Letzt, unsere komplette Watchlist in absteigender Vorfreude inkl. Publisher, Messestand und Schwierigkeitsgrad:

Nr.SpielKomplexitätPublisherMessestand
1Ancient Terrible ThingsEinsteigerPleasant Company Games2-C138
2Imperial SettlersFortgeschrittenePortal Games1-C120
3Samurai SpiritEinsteigerFunforge1-F117
4Funkenschlag Deluxe: Europa/NordamerikaFortgeschrittene2F-Spiele3-L103 & 3-L107
5Assault on DoomrockFortgeschritteneBeautifulDisasterGames1-D109
6Castles of Mad King LudwigFortgeschritteneBezier Games, Inc.1-G147
7DeusFortgeschrittenePearl Games1-C136
8Colt ExpressEinsteigerLudonaute3-O118
9AquasphereVielspielerPegasus Spiele3-M101
10Run, Fight, or Die!Einsteiger8th Summit (Schwerkraft-Verlag)3-P113
11SubdivisionEinsteigerBezier Games, Inc.1-G147
12Terra Mystica: Feuer & EisVielspielerFeuerland Spiele3-D100
13Tash-Kalar: Arena of Legends - EverfrostFortgeschritteneCzech Games Edition1-D138 & 1-D140
14HistoriaFortgeschritteneGiochix.it1-C123
15Progress: Evolution of TechnologyEinsteigerNSKN Games1-G140
16PatchworkEinsteigerLookout Games1-C105
17FiveTribesFortgeschritteneDays of Wonder3-E102
17Core Worlds: RevolutionFortgeschritteneStronghold Games3-M107
18AbyssEinsteigerAsmodee3-B108, 3-H115 & 3-H116
19Ca$h 'n Guns (second edition)simpelRepos Production3-C104
20GreenlandFortgeschritteneSierra Madre Games3-P100
21DiceBrewingEinsteigerBoard&Dice2-C108 & 2-C109
22Arler ErdeVielspielerFeuerland Spiele3-D100
23Doodle CitysimpelAporta Games1-D109
24Pints of BloodFortgeschritteneHUCH! &friends3-D120
25Nations: The Dice GameFortgeschritteneAsmodee3-B108, 3-H115 & 3-H116
26DiamondsEinsteigerStronghold Games3-M107
27Kanban: Automotive RevolutionVielspielerStronghold Games3-M107
28MythotopiaFortgeschritteneTreefrog Games1-F160
29OnwardtovenusFortgeschritteneTreefrog Games1-F160
307 Wonders: BabelEinsteigerRepos Production3-C104
31Smash Up: Geek EditionEinsteigerPegasus Spiele3-M101
32Star RealmsEinsteigerWhite Wizard Games1-G144
34Pandemie: Auf Messers SchneideEinsteigerAsmodee3-B108, 3-H115 & 3-H116